Sozialprojekte Südafrika

Data Care System

EfKÖ unterstützt seit 2013 das Projekt mit dem Namen „Data Care System“. Es hilft vorrangig Frauen im größten Township Johannesburgs, Soweto, wenn sich diese in Notlage befinden. Was sich zunächst durch seinen Namen sehr technisch anhört, hat einen stark sozialen Hintergrund.

Vorrangiges Ziel jeder Sozialarbeit in Johannesburg ist es, Müttern aus ärmlichen Verhältnissen die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen, damit sie ihre Kinder gut versorgen können.

So half das Projekt z.B. auch Mandisa (Name geändert), einer jungen Frau aus Soweto:

Sie ruft im September die Sozialarbeiterin Pam Wilson von IMPILO an und teilt ihr mit, sie möchte ihr Baby zur Adoption freigeben, welches sie am Vortag in ihrer bescheidenen Bleibe im Township ohne medizinische Hilfe zur Welt gebracht hatte. Es handle sich um einen kleinen Buben. Mandisa gibt an, dass sie 22 Jahre alt und ohne Arbeit sei. Sie kümmere sich bereits um ihr erstes Kind, eine Tochter im Alter von drei Jahren. Der Vater des Neugeborenen sei für sie nicht erreichbar, und wenn er in unregelmäßigen Zeitabschnitten auftauche, gäbe es ständig Streit und keinerlei Unterstützung für die junge Mutter. Der Rest von Mandisas Familie lebe in einer anderen Stadt und auch sonst hätte sie niemanden, der sie unterstützen könnte. Die Familie riet ihr seinerzeit telefonisch zu einer Abtreibung, aber da sie sich auch diese nicht leisten konnte, hätte sie sich dafür entschieden, ihr Kind adoptieren zu lassen. Pam rät ihr, im ersten Schritt zu einem der „Social Shacks“ im Township zu gehen und sich dort vorerst registrieren zu lassen, um im zweiten Schritt eine Beratung in Anspruch nehmen zu können, was denn nun die beste Option für ihr Baby sei.

Nun kommt, wie in so vielen Fällen, das von EfKÖ gesponserte Projekt zum Tragen. Das „Data Care System“ des Townships Soweto ist eine Computersoftware, mit welcher geschulte Mitarbeiter*innen die sozialen Bedürfnisse dieser Frauen erfassen können. Frauen wie Mandisa, 20 Prozent von ihnen sind noch minderjährig,  kann so geholfen werden, die dringend notwendige Lösung für ihre Situation zu finden.

EfKÖ unterstützt dieses Projekt mit einer jährlichen Spende von € 300,-. <

Herzlichen Dank für Ihre Spenden und Unterstützung!
 

In diesem Jahr konnte EfKÖ eine, zu den anderen Jahren vergleichsweise hohe Summe, von insgesamt rund € 7.000,- für die Schulung der IMPILO-Mitarbeiter*innen und freiwilligen Helfer*innen spenden.

Die schwache Wirtschaft in Südafrika bringt leider auch viele Unternehmen dazu Mitarbeiter*innen kündigen zu müssen, bzw. können besonders in sozialen Berufe keine adäquaten Gehälter ausbezahlt werden.

Dies betrifft ganz besonders die sozialen Branchen Südafrikas, auch IMPILO. Diese Situation führte besonders 2019 zu einer höheren Personalfluktuation. IMPILO ist daher laufend bemüht, gut ausgebildete „Social Worker“ anzustellen, die die stark notwendigen Systeme zusammenhalten und professionell betreuen können. Mit unseren Spendengeldern wurden daher zu einem Teil Teambuildings und Fortbildungen für das gesamte Personal finanziert. Laptops und Drucker, sowie Sachspenden für den täglichen Alltag im Kindertrakt wurden ebenso mitfinanziert. Nicht nur EfKÖ, sondern auch viele hiesige Unternehmen unterstützen den laufenden Betrieb zusätzlich.

IMPILO dankt herzlich für Sachspenden und auch für die Unterstützung der Fortbildungs- und Teambuilingkurse für die Mitarbeiter*innen.

Hilfe kommt nicht nur von internationalen Partner*innen, sondern auch vielen freiwilligen Helfer*innen in Johannesburg. Schüler*innen oder Pensionist*innen aus der Umgebung kommen wöchentlich mehrmals ins Kinderhaus und bieten ihre Dienste im sozialen Bereich an: Babys auf den Arm nehmen, sie massieren, oder einfach nur Herumtragen ersetzen den Körperkontakt, den die meisten Kinder von ihren leiblichen Eltern nie erhalten konnten. Auch die freiwilligen Helfer*innen dürfen die oben beschriebenen Schulungen besuchen. Wir freuen uns, dank unserer hilfsbereiten Spender*innen Jahr für Jahr diese Art von „Staff Development“ unterstützen zu dürfen! <

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