Statistik

Aufbau des neuen Tageselternzentrums

Fortbildungen für Tageseltern

Erfahrungsberichte & Interviews

Betriebsausflug

Statistik

Seit dem Jahr 2010 steigt die Anzahl der Betreuungsstunden stetig. Von rund 157 Verträgen mit 40 Betreuungsstunden pro Monat stiegen die Zahlen bis zum Jahr 2017 auf 195,70 Verträge mit 40 Betreuungsstunden.

Die Entwicklung der 40-Stunden-Plätze im Vergleich der Jahre 2016 und 2017:

Die Zahl der Betreuungsstunden von Tageskindern bei unseren Tageseltern zeigte im Jahr 2017 Rekordzahlen: Bereits im Jänner konnten wir mehr als zehn Kinder zusätzlich verzeichnen. Dieser Erfolg wuchs über die folgenden Monate stetig. Im September gab es dann den gewohnten Einbruch durch den großen Kinderwechsel und die Zahlen der letzten Monate des Jahres waren jenen des Vorjahres: mit leichter Steigerung im Oktober und leichtem Abfall der Kinderzahlen im Dezember.

Auch im Jahr 2017 starteten die meisten Verträge mit 16 bis 20 Betreuungsstunden, wobei die Stundenanzahl nach erfolgreicher Eingewöhnung der Kinder von den Eltern erhöht wurden. Im Jahr 2017 waren die 30-Stunden-Verträge wieder sehr beliebt.

Vergleich der Jahre 2016 und 2017:

Der Trend aus dem Jahr 2016 wurde fortgesetzt; weiterhin wurden mehr 30 und 35 Stunden Verträge in Anspruch genommen als Ganztagesverträge mit 40 Stunden.
Insgesamt waren 2017 bei „Eltern für Kinder Österreich“ und der „Kinderdrehscheibe“ 82 Tagesmütter und 1 Tagesvater angestellt.

Aufbau des neuen Tageselternzentrums

Nachdem die Geschäftsführerin von „Eltern für Kinder Österreich“ auch die Geschäftsführung des Vereins „Wiener Kinderdrehscheibe“ übernommen hatte, wurde bald klar, dass die Tageselternbereiche der beiden Vereine zu einem zusammengeführt werden sollen, um Kosten und Verwaltungsarbeit einzusparen.

Den Startschuss für diese Fusion bildete die Übersiedlung der zuständigen EfKÖ-Sozialarbeiterinnen in die Büroräume der Kinderdrehscheibe in der Wehrgasse. Hier arbeiten seitdem alle Personen, die fachlich für die Tageseltern zuständig sind. Die mit der Verwaltung befassten Mitarbeiterinnen sind in den Büroräumen in Ottakring tätig.

Über das ganze Jahr 2017 wurden Arbeitsabläufe und inhaltliche Vorgaben überprüft und nach der Best-Practice-Auswahl zusammengeführt. Das war harte Arbeit und ging mit vielen Diskussionen und Teamsitzungen einher, doch es hat sich gelohnt! Nicht nur fachlich wurde das Beste aus den Angeboten der beiden Vereine zusammengeführt, auch persönlich haben sich die Mitarbeiter*innen als Team mittlerweile hervorragend zusammengefunden.

 Durch die Zusammenführung beider Vereine ist die Qualität der Angebote und die fachliche Kompetenz ausgebaut und langfristig stabilisiert worden, eine sinnvolle Investition in die Zukunft! Da die Fusion der beiden Vereine im Jahr 2017 erfolgreich abgeschlossen wurde, konnte das neu gegründete Tageselternzentrum Anfang 2018 mit einer eigener Website (www.tageselternzentrum.at) erfolgreich präsentiert werden.

Die Fortbildungsveranstaltungen für unsere Tageseltern

Wie jedes Jahr waren auch 2017 die Fortbildungen, die wir für unsere Tageseltern zusammengestellt hatten, rasch ausgebucht und gut besucht. Alle Seminare und Vorträge waren und sind ausschließlich für die im Verein angestellten Tagesmütter/-väter zugänglich und sollen es ihnen erleichtern, der gesetzlich verankerten Fortbildungsverpflichtung nachzukommen.

Ganztagesseminare

Na dann, Gute Nacht! “ – Wissenswertes rund um‘s Schlafen und Ruhen von Tageskindern  (mit Mag. Barbara Kainz im Jänner)

Wir beschäftigten uns bei diesem Workshop unter anderem mit:

  • Der Bedeutung des Schlafes für Babys und Kinder
  • Einschlafritualen
  • Schlafproblemen
  • Bewusst entspannen und ruhen
  • Verschiedenen Übungen, um Kinder zur Ruhe zu bringen

 „Bunt gemischt“ – Kreative Ideen für kleine Entdecker*innen (mit Mag. Mezera im Februar)  

Kinder entdecken die Welt mit allen Sinnen. – In diesem Seminar lernten wir kreative Ideen zum Malen und Basteln kennen, die dem Forscherdrang und der Neugier auf die Umwelt gerecht werden und einfach umsetzbar sind.

„Entspannung für Tageseltern“ (mit Karuna Marion Wapke im März)

Entspannung führt zu einer tiefgreifenden Regeneration des ganzen Körper-Geist-Systems, regt die Selbstheilungskräfte an, stärkt das Immunsystem und bewirkt eine Reihe positiver Veränderungen im allgemeinen Wohlbefinden.
Workshopziele:

  • Übersicht über die Grundentspannungstechniken (PMR, AT, …)
  • Erläuterung von Stressoren, Stressreaktionen, Stressmanagement
  • Wege zur positiveren Lebenseinstellung, und Integration in den Alltag
  • Übungen und Werkzeuge für zuhause erklären

 „Lernen mit allen Eigen-Sinnen “ (mit Mag. Claudia C. Lohinger im April)

Wichtige Voraussetzungen fürs Lernen sind

  • Die Eigenwahrnehmung (ich spür mich gut)
  • Das Gleichgewichtsempfinden (ich bin in meiner Mitte)
  • Der Tastsinn (ich bin gut in Kontakt)

Wenn die sogenannte „Sensorische Integration“, also das Zusammenspiel unserer Sinne, nicht ausreichend gut funktioniert, kommt es zu Wahrnehmungsdefiziten. Diese können sich in plötzlichen Wutausbrüchen, Problemen mit dem Gleichgewicht, Ungeschicklichkeit, Vermeidungs- oder Risikoverhalten etc. äußern. Das Wissen um die „Sensorische Integration“ führt zum Einsatz sinnvoller Angebote für die Stärkung kindlicher Eigenwahrnehmung und erlaubt dem Kind konstruktive Wege im Umgang mit seinen Impulsen zu finden.

Folgende Inhalte beschäftigten uns im Seminar:

  • Grundlagenwissen zur Sensorischen Integration
  • Zusammenhang zwischen Wahrnehmung, Bewegung und Lernen
  • Wahrnehmungsprobleme erkennen und kindliche Eigenarten besser verstehen
  • Eigenerfahrung mit verschiedenen Materialien
  • Tipps zum Zusammenstellen geeigneter Spielmaterialien für den Betreuungsalltag

„Musik & Klang 2 –das Farbenspielklangbad!“ (Fortsetzung des Seminars von 2016; mit Karin Stifter im Mai)

Bezugnehmend auf die Inhalte des letzten Seminars wurden die Bewegungs-, Spiel- und Kreativimpulse gemeinsam reflektiert und weiterentwickelt. Wir tauchten in ein Klang- und Farbenbad ein und setzten uns weiter mit der bunten Vielfalt der musisch- kreativen Möglichkeiten (Stimme, Malen, Musizieren) auseinander.

„Schwierige Kinder – schwierige Eltern“ (mit Ing. Harald Wittmann im Oktober)

Die ersten Tage eines neuen Betreuungskindes sind für Kinder, Eltern und Tageseltern eine aufregende Herausforderung. Es wird beschnuppert, getestet, gelacht und geweint. … Manche Kinder verlangen nach einiger Zeit doch deutlich mehr von uns ab, als uns lieb ist, und nicht selten stehen auch schwierige Eltern hinter einem solchen Kind. Wir beschäftigten uns unter Leitung eines erfahrenen Psychotherapeuten mit Kindern, Eltern und Umständen, die wir als schwierig erleben.

 

 „Grenzen setzen – aber wie ?“ (mit Mag. Dagmar Bergermayer im November) 

Kinder brauchen und suchen die Erfahrung von Grenzen: Grenzen verschaffen ihnen eine Möglichkeit, sich sinnvoll zu orientieren und weiter zu entwickeln. Je nach Alter des Kindes sind Grenzen ständig anzupassen und zu hinterfragen, ohne dabei zu sehr ins Wanken zu geraten. Auch die Erfahrung, dass Kinder im elterlichen Umfeld anderen Grenzen und Regeln ausgesetzt sind als in der Tagesbetreuung, führt häufig zu Schwierigkeiten, mit denen wir uns im Seminar auseinandersetzten. Im Vordergrund standen Erfahrungsaustausch und praktische Beispiele, anhand derer wir übten und diskutierten, wie klare Grenzen zu setzen sind.

 „Entwicklungsphasen kennen und verstehen“ (mit Mag. Dagmar Bergermayer) 

Thema war die Entwicklung des Kindes von 0 – 6 Jahren mit Schwerpunkt auf die emotionale, soziale und moralische Entwicklung.
Kinder sind einem ständigen Entwicklungsprozess unterworfen, der uns in der Betreuung dieser heranreifenden Persönlichkeiten ständig vor neue Herausforderungen stellt. Veränderungen im kognitiven oder motorischen Bereich drücken sich immer auch im emotionalen und sozialen Verhalten von Kindern aus. Die Kenntnis von Entwicklungsphasen als grundlegende Anpassung des Kindes an seine Umwelt hilft uns, das kindliche Verhalten besser einordnen zu können.

Wir lernten, normale von behandlungsbedürftigen Verhaltensweisen zu unterscheiden, setzten uns mit förderlichen und hemmenden Faktoren auseinander und erfuhren anhand kreativer und praktischer Übungen, wie sich die Kinder bestmöglich entwickeln und was sie überfordert.

Folgende Vorträge fanden im Rahmen unserer Tageselterntreffen statt:

„Das verpflichtende Kindergartenjahr bei Tageseltern“  (mit Doris Lefebure im Februar)

„Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend und Familie“ (mit Agatha Grandits im März)

„Entwicklungsverzögerung bei Tageskindern“ (mit Dr. Fröhlich und Mag. Zohmann im April und Oktober)

 

Erfahrungsberichte & Interviews

Interview mit einer erfahrenen Tagesmutter: Der Beruf Tagesmutter im Wandel der Zeit

Eine Pionierin der Kinderbetreuung im häuslichen Umfeld ist Tagesmutter Ingrid Schwerdtner. Sie war sage und schreibe 27 Jahre als Tagesmutter bei „Eltern für Kinder Österreich“ angestellt, bevor sie in Pension ging. Wir bedanken uns bei ihr nicht nur für das folgende aufschlussreiche Interview, sondern vor allem auch für die liebevolle Zeit, die Sie den Tageskindern in all den Jahren gewidmet hat und für ihre Treue zu unserem Verein!

Tagesmutter Ingrid Schwerdtner ging nach 27 Jahren Dienstjahren in Pension

Sie sind ein Energiebündel und gleichzeitig ein Paradebeispiel an Geduld. Was war und ist ihre Motivation?
Das Arbeiten mit Kindern hat mir immer sehr viel Freude bereitet, aber auch das Häusliche. Durch die Arbeit zu Hause konnte ich auch für die eigenen Kinder da sein, ihnen das Gefühl vermitteln: Mama ist für Euch da! Als ich beschlossen hatte, wieder zu arbeiten, hat mir mein Sohn eröffnet, dass er nicht in den Hort gehen will, weil die Mädchen auch nicht im Hort waren. Also habe ich begonnen, als Tagesmutter zu arbeiten!

Wie haben Sie damals als Tagesmutter gestartet? War die Nachfrage schon so groß wie heute oder war das auch für die Eltern ein neues Betreuungskonzept?
Der Bedarf an Tagesmüttern war damals schon groß. Damals und eigentlich sehr lange noch haben die Eltern selbst für die Betreuung bezahlt. Da ich gleich beim Verein EfKÖ angestellt war, ging aber die Verrechnung immer über den Verein. Die Eltern empfanden das immer schon sehr positiv, dass es durch die Anstellung klare Regelungen gab.

Ist es heute einfacher als Tagesmutter zu arbeiten? Oder war früher mehr oder anderes möglich?
Für Eltern ist es durch die volle Förderung der Stadt Wien besser geworden! Meiner Erfahrung nach war es für Tageseltern immer gut, in Wien zu arbeiten. Heute ist es vielleicht etwas komplizierter durch genauere Reglementierung und Vorschriften.

Die Zahl der angestellten Tagesmütter in Wien steigt ständig. Hat sich dadurch auch das öffentliche Bild verändert?
Viele Eltern wissen auch heute immer noch nicht so gut Bescheid, was eine Tagesmutter macht. Ich habe den Wunsch nach mehr Bewusstsein in der Öffentlichkeit, mehr Informationen über das Berufsbild, über Förderung, Rahmenbedingungen!

Merken Sie Unterschiede in den Erwartungen der Eltern von heute? Welche Ansprüche an die Tagesbetreuung haben Eltern heute im Gegensatz zu früher?
Als Eltern noch selbst zahlen mussten, entstand oft das Missverständnis bei den Eltern, dass die Tagesmutter nur für sie arbeitet – eine Dienstleistung quasi, über die sie auch bestimmen können. Aber durch die Anstellung wurde das klar geregelt. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Eltern heute anspruchsvoller sind. Sie erwarten viele Extras oder Besonderheiten wie Vollwertkost, vegane Küche, Angebote für die Kinder etc. Auch die Grenzen werden heutzutage anders gesetzt. Eltern erscheinen mir oft inkonsequenter als früher. Gleichzeitig haben sie weniger Zeit für die Kinder, sind beruflich überlastet. Auch weil sie nach der Karenz früher wieder in den Beruf zurückkehren.

Die Rahmenbedingungen, unter denen Kinder heute aufwachsen sind nicht mehr so wie vor 20 Jahren. Auch die Erziehungsstile unterliegen einem Wandel. Merken Sie das auch am Verhalten der Kinder?
Besonders deutlich merkt man, dass Kinder mehr fernsehen. Das wirkt sich schon aus. Auch der Umgang mit dem Computer, Handy beginnt immer früher. Aber bei der Tagesmutter gibt es kein Fernsehen! Die Kinder lernen das freie Spielen, lernen Aufmerksamkeit, entdecken Dinge im Garten, bekommen andere Anregungen. Sie lernen aber auch beim Essen bei Tisch zu sitzen, zu teilen, wichtige soziale Grundregeln. Wichtig ist immer ein guter Austausch zwischen den Eltern und der Tagesmutter. Die Kommunikation über die Kinder und ihre Entwicklung.

Angeblich war ja früher immer alles besser. Was war oder ist für Sie die größte Errungenschaft in der Kinderbetreuung in all den Jahren?
Na, heute gibt es mehr Möglichkeiten der Kinderbetreuung, aber die kleine Gruppe ist immer noch viel besser. Anfangs war ich z.B. auch skeptisch gegenüber der Supervision, bin aber hingegangen, um mir das anzusehen. Jetzt bin ich froh über den kollegialen Austausch. Über all die Jahre bin ich immer freiwillig in Supervision gegangen! Über den Verein gibt es mehr Möglichkeiten für Fortbildungen und Treffen und dadurch noch mehr Möglichkeiten für den persönlichen und fachlichen Austausch. Die Qualität in der Kinderbetreuung liegt nicht immer nur auf der fachlichen Ebene, man muss mit Eltern reden, zusammenarbeiten, praktisch denken!

Was sind denn Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen als Tagesmutter in der heutigen Zeit?
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist generell eine Herausforderung. Als Tagesmutter mit eigenen Kindern gelingt das gut. Dabei muss man aber aufpassen, dass die eigene Familie nicht zu kurz kommt. Ich persönlich finde es nicht vorteilhaft, wenn das eigene Kind in den Kindergarten gehen muss, nur damit ich Tageskinder betreuen kann. Ich habe meine Kinder und die Tageskinder immer gleichbehandelt und es hat nie Schwierigkeiten gegeben!

Was würden Sie denn einer jüngeren oder noch nicht so erfahrenen Tagesmutter ans Herz legen?
Wichtig ist, dass auch der Partner einverstanden sein muss, die Entscheidung gutheißt und unterstützt, weil ja die Kinder zuhause betreut werden. Man muss gut planen können und den eigenen Kindern einen persönlichen Freiraum schaffen, Rückzugsmöglichkeiten bieten. So bleibt die familiäre Basis gut erhalten. Es ist eine Gratwanderung zwischen Grenzen setzen und Vermischung – also klare Grenzen bei aller Offenheit.

Sie haben ja schon Pläne für Ihre bevorstehende Pension. Welche Rolle werden Kinder in diesen Plänen spielen?
Ich habe sehr gern gearbeitet, und es wäre für mich unvorstellbar plötzlich keine Kinder mehr um mich zu haben! Mein letztes Langzeitpflegekind ist jetzt 14 Jahre alt und ich hoffe, dass ich mich vor allem um die schwierigen Schulthemen bald nicht mehr kümmern muss! Da bin ich froh, wenn damit Schluss ist!

Ich bin ja auch Krisenpflegemutter, das werde ich noch länger machen, denn an den Krisenpflegekindern hängt mein Herz besonders. Aber natürlich werden meine Enkelkinder immer eine große Rolle spielen.

 

Tagesmutter Frau Bacovsky feierte ihr 25-jähriges Dienstjubiläum

Wer sie sieht, kommt gar nicht auf die Idee, dass sie schon 25 Dienstjahre hinter sich hat: Kinderbetreuung hält offensichtlich jung! Frau Bacovsky ist immer sprühend vor Energie. Keine Herausforderung ist ihr zu groß, ob es nun darum geht, eine kranke Kollegin zu vertreten, ein Kind mit besonderen Bedürfnissen in Betreuung zu übernehmen oder eine neu angestellte Tagesmutter in einer schwierigen Situation zu unterstützen.

Frau Bacovsky ist seit 1.4.1992 beim Verein „Eltern für Kinder Österreich“ als Tagesmutter angestellt. Damals wechselte sie in diesen Beruf, um Kinder in ihrer Entwicklung begleiten zu können. Ein zusätzlicher Anreiz war natürlich die Möglichkeit, auch ihre eigenen Kinder zu Hause mitbetreuen zu können. Beide mittlerweile erwachsenen Töchter haben dieses Aufwachsen mit Tageskindern in sehr positiver Erinnerung, eine Tochter ist nunmehr auch selbst im pädagogischen Bereich tätig.

Wir gratulierten Tagesmutter Frau Bacovsky (re) zum 25-jährigen Dienstjubiläum!

Als neue pädagogische Herausforderung sieht Frau Bacovsky den Umgang mit Medien, weil diese auch bei sehr jungen Kindern bereits eine große Rolle spielen: „Viele Kinder beginnen bereits ihren Tag mit dem Fernsehen. Das wirkt sich auch sehr auf meine Arbeit aus. Die Kinder sind unkonzentriert und es hat oft den Anschein, dass sie das Spielen verlernt haben.“ Auch die Tendenz, Kinder immer früher in Fremdbetreuung zu geben, ist im Laufe der letzten 25 Jahre stark spürbar. Hier können Tageseltern die Kinder aufgrund ihres speziellen familiären Angebotes auf Kindergarten und Schule sehr gut vorbereiten. In dieser Hinsicht kommt ihnen, nach Ansicht von Frau Bacovsky, eine immer wichtigere Funktion zu.

In den letzten Jahren hat Frau Bacovsky fast durchgehend immer ein Integrationskind in ihrer Tageskinder-Gruppe mitbetreut: „Ich erlebe das als besondere Bereicherung, weil ich sehe täglich, dass sowohl Kinder mit als auch ohne Unterstützungsbedarf wechselseitig voneinander lernen können. Es ist eine große Freude mitzuerleben, wie immer wieder kleine Erfolge errungen werden.“

Das allerschönste an ihrem Beruf sei, so sagt Frau Bacovsky, „immer wieder aufs Neue zu sehen, wie viel mein pädagogisches Handeln zu einer positiven Entwicklung der Kinder beitragen kann“.

        

 

Erster gemeinsamer Betriebsausflug der KIDS- und EfKÖ-Tageseltern

Unsere Tageseltern genossen den alljährlichen Betriebsausflug

Der jährliche Betriebsausflug der Tageseltern war eine gute Gelegenheit, dass sich die Tageseltern von Eltern für Kinder Österreich und die der Kinderdrehscheibe in entspannter Atmosphäre kennen lernen konnten. Über 80 Tageseltern waren zu einem Besuch der großen Ausstellung über Maria Theresia im Schloss Hof in Niederösterreich eingeladen worden. 

Nach einer kurzweiligen Busfahrt, bei der ausführlich geplaudert und gelacht wurde, kamen wir beim Schloss an, wo bereits die Dame, die eine sehr spannende Führung für uns vorbereitet hat, auf uns wartete. In einer sehr informativen und abwechslungsreichen Führung konnten wir uns ein Bild von dieser beeindruckenden Kaiserin machen! Wir erfuhren nicht nur politische und historische Fakten, sondern bekamen auch einen Einblick in die Lebensgeschichte und in die vielen Facetten Maria Theresias als Persönlichkeit, Frau und Mutter vermittelt. Sie war wohl die prominenteste „Working Mum“ ihrer Geschichte, führte eine liebevolle Vorzeigeehe und setzte Reformen durch, die unser heutiges Leben von Kindesbeinen an prägen! Ihr Regierungsstil wird als „aufgeklärter Absolutismus“ bezeichnet, worin sich die beiden Pole widerspiegeln, die ihre Persönlichkeit und ihr Leben prägten. 

Nach einem köstlichen Mittagessen gab es noch Zeit, durch den Schlosspark zu flanieren und die gesamte Anlage zu besichtigen. Da das Wetter nicht zu langem Aufenthalt im Freien einlud, traten wir die Heimreise nach einer kleinen Kaffeepause etwas früher an.

Am Ende dieses schönen Tages waren die ersten Kontakte und Bekanntschaften unter den Tageseltern geknüpft! Bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier gab es ein Wiedersehen aller Tageseltern!

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